Ich habe hin und wieder diskutiert, ich habe es versucht zu verstehen. Ich hatte die größten Drei Angeschrieben und bekam bis heute keine Antwort. Ich bin interessiert, lese Print, Online und schaue Bildungstv wo es geht. Aber das Thema weigert sich. Es wehrt sich. Es will mich nicht hinein lassen aber kann mich nicht draussen lassen. Und so passiert es, dass ich nur eines tun kann. Sammeln, klicken, wundern, fragen. Aber eines kann ich nicht mehr. Mit meiner fassungslossen Wut hinterm Berg halten. Es mag sein, dass es einfach daran liegt, dass ich davon zu wenig verstehe, aber es dürfte nicht sein. Politik, meine Damen und Herren, macht seit ich denken kann das gleiche was ich hier und jetzt getan habe. Einen wehrlosen Leser für Minuten im Dunkeln zu lassen, hinterher so zu tun als ob ich alles erklären könnte, aber dann kommt schon der Sprung…
Es gibt mehrere Emailverkehre die inhaltlich so gut sind, aber so lange, dass man sie kaum noch einmal lesen mag. Ich komme nicht darüber hinweg. Ich gebe zu, Politik ist schwer. Sehr schwer. Politik ist verworren, verwoben, erfordert unglaubliches Sitzfleisch und Taktik. Kalte Hirne, ja kein Herz. Und das alleine für sich ist auch in Ordnung. Moral ist nicht losgelöst von Hirn. Eher gefangen am Herzen.
Ich sehe Sendungen wie die folgende und verstehe nicht. Ich bin mal wütend, mal traurig, mal belustigt, mal abwesend. Diese Krise ist für mich immer mehr sowas wie ein Wind über dem Dreschflegel der Gier. Das Land wird zumindest mal durchgeblasen, leider nicht gereinigt. Die fiesesten Zocker sind immer noch dick im Geschäft, oder haben nun ein so dickes Polster, das die Insel in der Karibik schon zu langweilig ist.
Ich wähle, ich will sehen wer am besten gelogen hat. Aber was anderes kommt erst mal nicht in Frage, so ist das. Und dann schreibe ich sie vielleicht noch mal an. Vielleicht werde ich Politiker. Denn ich glaube, erst wenn man ganz oben sitzt, fängt man an zu verstehen. Und dann fangen ja viele das trinken an.